Mit der -Belle- besitzt Eggenstein ein stilles, naturverbundenes Plätzchen am Rhein.
Wasser sammelt letzte Spiegelungen von Himmel und Ufer, bevor es sich dem großen Strom anschließt. Schon seit Generationen zieht es Spaziergänger, Radler und Ausflügler an die -Belle-, an einen Ort, an dem Wasser, Auenwald und offene Weite aufeinandertreffen. Der Albkanal, der kurz vor der Mündung der Alb beim Ölhafen beginnt, findet hier seinen Weg in den Rhein. Nach der umfassenden Renaturierung im Jahr 2014 zeigt er sich lebendiger denn je: Nebenrinnen, schmale Uferbereiche und eingebrachtes Totholz lassen neue Lebensräume entstehen, in denen sich typische Auenbewohner wieder ansiedeln.
Seinen Namen trägt die Belle übrigens von der Pappel, die in der Mundart so genannt wird – ein Baum, der mit seinem flirrenden Laub und dem leisen Rauschen im Wind die Atmosphäre des Ortes bis heute prägt. So verbindet sich Naturgeschichte mit Gegenwart und macht die Belle zu einem reizvollen, beinahe poetischen Ausflugsziel.