Munzur Nationalpark Regentag Türkei
© Omar Sayami

In der mystischen Stille

Regentag bei der Überquerung über einen Bergpass hinüber zum Munzur Nationalpark: Der Park in der ostanatolischen Provinz Tunceli, gegründet 1971, gilt als einer der artenreichsten der Türkei. Über 1.500 Pflanzenarten, viele davon endemisch, wachsen hier – zwischen Felsen, an Berghängen und entlang der klaren Munzurquellen. Braunbären, Luchse und Wildziegen streifen durch die Wälder. Besonders spektakulär: Im Frühling bedecken Mohn- und Wildtulpenfelder ganze Hänge in leuchtendem Rot und Gelb.

Die Munzur-Berge sind aber nicht nur ein Refugium für Flora und Fauna, sondern auch ein Ort tiefer spiritueller Bedeutung für die alevitisch-kurdische Bevölkerung der Region. Heilige Quellen, wie die Munzur-Augen, werden bis heute von Pilgern besucht. Zwischen Mythos und Natur entsteht so eine Landschaft, die mehr ist als nur Kulisse – sie erzählt Geschichten. | Türkei

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