Motor, Eisen, Schweiß
Bauernfamilie auf dem Weg nach Hause: Auf einer roten, staubigen Piste nahe Kalaw im Hochland von Myanmar, im Jahr 2011, rattert ein ungewöhnliches Gefährt durch die Landschaft. Es ist kein Traktor und kein Lastwagen, sondern ein improvisiertes Selbstbau-Fahrzeug – entstanden aus Not und Einfallsreichtum. In einer Zeit, in der der Import von Fahrzeugen stark eingeschränkt war, bauten viele Menschen solche einfachen Maschinen aus verfügbaren Teilen: Motor, Rahmen, Räder – alles zweckmäßig, nichts überflüssig.
Es ist kein besonderer Moment für die Menschen, sondern gelebten Alltag: Improvisation statt Komfort, Gemeinschaft statt Individualverkehr, und den stillen Erfindungsgeist des ländlichen Myanmar in einer Zeit der Einschränkungen.
Kurz vor dem Militärputsch im Jahr 2021 gab es immer noch solche Selbstbauten im Land.
It serves its purpose, and in times of crisis, that’s what really matters. Comfort is a luxury reserved for countries that are at peace in every sense of the word.