Römisches Theater und Felsenhäuser

Myra ist eine antike Stadt in Lykien. Der Ort heißt heute Demre und liegt in der Provinz Antalya in der Türkei. Bekannt ist Myra als Wallfahrtsort (vor allem für die Orthodoxe Kirche) wegen des von dort stammenden Nikolaus von Myra.

Lykien Teil des antiken römischen Theaters

In der antiken Stadt Myra an der lykischen Küste: Teil des antiken römischen Theaters

Myra Türkei

Myra war schon in der klassischen Epoche von einiger Bedeutung und ab der Zeit des Hellenismus eine der sechs größten Städte des Lykischen Bundes. Nach der Trennung Lykiens von Pamphylien unter Kaiser Theodosius II. (408–450 n. Chr.) wurde Myra Verwaltungshauptstadt und kirchliche Hauptstadt der Provinz.

Felsengräber von Myra

Heute sind es vor allem die um 400 v. Chr. entstandenen Felsengräber, die zahlreiche Besucher anlocken. Wer die Felsengräber von Myra erkunden möchte, muss nicht in die Tiefe hinabsteigen.

Denn anders als wir es gewohnt sind, bestatteten die Lykier die Verstorbenen nicht unter der Erde, sondern wollten mit den Grabstätten hoch hinaus. Geschuldet ist dies einer Art des „Entrückungsglaubens“, so vermuten es zumindest die Altertumsforscher. Die Lykier glaubten demnach daran, dass die Seele eines Verstorbenen in den Himmel gelangt – und zwar mit der Hilfe von Vogeldämonen.

Eingang eines Felgrabs in Myra

Um den natürlichen Lauf der Dinge nicht unnötig zu verkomplizieren, mussten die Grabstätten daher möglichst hoch angelegt werden. Und das gelang den Lykiern, indem sie die Gräber in Hausform in die Felsen meißelten.

Diese in den Felsen gearbeiteten Gräber hatten noch einen weiteren Vorteil, denn sie konnten nahezu nach Belieben ausgebaut und erweitert werden.

Diese Felsengräber sind ganz im Stil der lykischen Wohnhäuser gehalten. Und so ragen die so genannten Hausgräber – zum Teil mit Skulpturen oder fantastischen Reliefs verziert – in ihrer Kassettenbauweise buchstäblich in den Himmel hinauf. Einige der Felsengräber von Myka können direkt besichtigt und begangen werden, das ist aber mit ein wenig Kletterei verbunden.

Das bekannteste Grabmal ist die sogenannte „Painted Tomb“ (Buntes Grabmal). Ihr Entdecker Charles Fellows nannte diese so, da er von farblichen Reliefdarstellungen berichtete. Die Farben konnten nie nachgewiesen werden, aber die Reliefdarstellungen schon. Diese zeigen in mehreren Szenen den Toten und seine Angehörigen teilweise in Lebensgröße, wie sie das Grab betreten und der Tote sich nach einem Getränk zu Ruhe legt. Ein kleiner Pfad führt zu dem Grabmal, damit diese besichtigt werden kann.

Im Theater Myra

Die Scheu und die Kamera Wartezeit

4 Kommentare

  1. Steven | | Antworten

    Beautiful series!! I, too, was impressed with that first shot of the seating in the stadium!! There are great leading lines throughout, making it quite mesmerizing.

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