Am südlichen Ende Koh Lantas, dort wo der Dschungel sich fast ungebremst bis an die Brandung schiebt, liegt die Maiphai Bay – eine weite, halbmondförmige Bucht, die früher kaum auf Karten verzeichnet war. Ältere Bewohner der Insel erzählen, dass hier bis in die 1970er-Jahre nur ein schmaler Fischerpfad existierte, genutzt von den Urbewohnern Lantas, den Sea Gypsies (Chao Leh). Sie suchten in der abgelegenen Bucht Schutz vor Monsunstürmen, zogen ihre Longtail-Boote auf den hellen Sand und trockneten Seeohren, die sie weiter nördlich handelten.
Erst als Koh Lanta von der Kautschukwirtschaft geprägt wurde, rückte die Bucht langsam ins Blickfeld. Wanderarbeiter aus Trang und Krabi schlugen einfache Hütten im Wald, doch dauerhafte Siedlungen entstanden nie – die Abgeschiedenheit der Maiphai Bay galt als Segen und Bürde zugleich. Zeitzeugen berichten von Nächten, in denen nur das Knacken der Bambuswälder zu hören war, durchzogen vom rhythmischen Stampfen der Gibbons.
Bis heute wirkt die Bucht wie ein Ort, der sich der linearen Zeit entzieht. Die Spuren der Chao Leh sind nur noch in Geschichten vorhanden, im alten Steingrund eines Bootshauses, das vom Wald überwuchert wird, und in den Namen, die in keiner offiziellen Chronik stehen. Wer hier ankommt, betritt weniger einen Strand – sondern einen kleinen Rest jener Vergangenheit, in der Koh Lanta noch kaum mehr war als eine lose Ansammlung von Fischerdörfern am Rand der Andamanensee. | Thailand
A splendid trio of photos, each with their own vibe! I love the first one with rosy pastel color that colors the beach and sea. The second one evokes a sense of relaxation under the shadows of the tree.