Lehm und Kuppeln
Zwischen Wüstenstaub und alten Lehmhäusern erhebt sich in Jalan Bani Bu Ali die Al Hamouda-, auch Al Samooda-Moschee – eines der ältesten Bauwerke im Süden Omans. Errichtet vor rund 500 Jahren, trägt sie die Spuren zahlloser Gebete, Restaurierungen und Wüstenjahre. Ihr Anblick ist einzigartig: 52 kleine Kuppeln ruhen auf einem niedrigen, rechteckigen Bau aus Lehm und Kalk, der sich fast unmerklich in die ockerfarbene Landschaft fügt. In ihrer Schlichtheit erzählt die Moschee von einer Zeit, in der Handwerk, Glaube und Gemeinschaft untrennbar verbunden waren.
Zutritt erhält man heute nicht – die Moschee ist nicht öffentlich zugänglich. Doch schon der Blick von außen vermittelt ihre besondere Aura: die stillen Bögen, das Wechselspiel von Licht und Schatten, das Echo der Vergangenheit in den leeren Höfen. Nach ihrer behutsamen Restaurierung gilt sie als Symbol omanischer Baukunst und als stummes Zeugnis gelebter Spiritualität mitten im Herzen der Sharqiyah-Wüste. | Oman