Nahezu ein Vierteljahrhundert Bürgerkrieg haben in Afghanistan ein zerstörtes Bildungssystem hinterlassen. Trotz intensiver Bemühungen der internationalen Gemeinschaft bleibt es eine gewaltige Herausforderung, allen afghanischen Kindern eine gute Bildung zu bieten, besonders in den ländlichen Gebieten. Acht Jahre nach dem Fall des Taliban-Regimes sind weite Teile des Landes nach wie vor ohne ausreichende Bildungsmöglichkeiten. Der afghanische Staat verfügt nicht über die Mittel, einen umfassenden Wiederaufbau zu realisieren.
Der Verein Initiative Schulen für Afghanistan e.V. sind Deutsch-Afghanen und Freunde, die es als vorrangig ansehen, der afghanischen Gesellschaft beim Wiederaufbau der desolaten Bildungsinfrastruktur zu helfen, um so dem Land eine Basis für eine friedliche Zukunft zu geben. Susanne und Omar Sayami waren bereits in den letzten Jahren im Bildungssektor in Afghanistan aktiv. Daher organisieren wir einen weiteren Schulneubau in der Provinz Kunduz.
Der Verein Initiative Schulen für Afghanistan e.V. möchte im Distrikt Qalay-i-Zal im Norden der Provinz Kunduz, ein weiteres Schulgebäude für die Mädchen der Gemeinden bauen, um der dortigen Grund- und Mittelschule mit rund 1200 Kindern und 20 Lehrern wieder ein Dach über dem Kopf zu bieten.
Das Gebäude soll gemeinsam mit der Dorfbevölkerung und afghanischen Ingenieuren und Handwerkern gebaut werden.
Von den circa 280 staatlich anerkannten Schulen in der Provinz Kunduz haben ungefähr 80 Schulen ein Schulgebäude, während der Rest ihren Unterricht im Freien abhalten muss. Es gibt nach wie vor nicht genügend Lehrmittel und nicht genügend ausgebildete Lehrer.
Im Distrikt Qalay-i-Zal leben circa 70.000 Menschen, die ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch Getreideanbau sichern. In der Char-Gul-Tepa-Schule, einer Grund- und Mittelschule umfasst der Lehrplan Fächer wie Dari, Pashtu, Englisch, Mathematik, Geografie und Geschichte.
Die Initiative Schulen für Afghanistan e. V. benötigt für den Bau des Schulgebäudes in Char Gul Tepa finanzielle Unterstützung. Es fallen keine Verwaltungskosten an, die Spendengelder werden zu 100% in das Projekt investiert.